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08.08.2018   Golfschule Profi-Tipp

Erfolgreich Golfen - Vorteile des Kurvenspiels

Sie haben wahrscheinlich alle schon einmal vom „bösen Slice“ oder dem „guten Hook“ gehört. Aber was genau soll so schlimm am Slice oder so gut beim Hook sein?

Um das besser zu verstehen, sollte man wissen, wie ein solcher Schlag grundsätzlich funktioniert: Beim Slice wird der Ball nach rechts (beim Rechtshänder) kurven. Dies geschieht in der Regel, weil die Schlagfläche weiter nach rechts zeigt als der Weg, den der Schläger zurücklegt. Durch diese Veränderung des Schlages wird der Ball im Normalfall höher fliegen und schneller zur Ruhe kommen. Beim Hook sieht es ähnlich aus, nur mit umgekehrter Schlagfläche. Dass heißt, dass beim Rechtshänder der Ball nach links kurvt und dies meistens durch eine nach links verdrehte Schlagfläche ausgelöst wird, während sich der Schlägerweg weiter zum Ziel bewegt. Durch diese Veränderung wird der Ball in aller Regel flacher fliegen und somit auch mehr Rollweg zur Folge haben.

Da die meisten Spieler eher mehr Schlaglänge erzielen möchten, ist der Slice immer mit etwas Negativem verbunden. Aber gehen wir einmal davon aus, dass Sie Ihren Ball auf einem Grün schnell zur Ruhe bringen möchten, dann könnte Ihnen der Slice zugutekommen. Auf dem Abschlag hingegen, wenn Sie sehr viel Länge erzielen möchten, mit viel Rollweg (gerade jetzt bei dem trockenen Wetter), wird Ihnen der Hook weiterhelfen.

Um diese beiden Schläge einmal aktiv einzusetzen, muss man sie auch trainiert haben. Dazu sollten Sie ausprobieren, wie sich eine Veränderung Ihrer Handhaltung auf Ihre Golfschläge auswirkt. Wenn man den Griff schwächer macht, das heißt beide Hände werden beim Rechtshänder mehr nach links an den Schlägergriff gelegt, oder man greift stärker, das heißt, dass beide Hände mehr nach rechts an den Schlägergriff gelegt werden.

Viele Spieler berichten, dass sie Ihren „normalen“ Griff nach solch einem bewussten Trainieren der Flugkurven, verändert haben, da sich der veränderte Griff besser anfühlt als Ihr alter Griff; dass sich bestimmte Bewegungsmuster verändern, weil damit der Ball konstanter getroffen wird. Und vor allem dass sie jetzt wissen, wie sie den Ball besser auf Bahn 7 ins Grün Slicen können, wenn die Ausgangslage nicht gut ist. Oder auf Bahn neun endlich mit einem kleinen Hook den Ball gut vom Abschlag ins Spiel bringen können.

Probieren Sie es aus und lassen Sie sich überraschen, wie hilfreich so ein Training ist, auch um den geraden Ball besser zu meistern.

Viel Spaß beim Üben.
Herzlichst Ihr Golfprofessional
Frank Benninghoff





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