Knapp daneben…
Es war ein bisschen so, als wären wir von der Wüste in fettes Weideland gereist, so schön war es, mal wieder auf überwiegend grünem Rasen zu spielen. Der Platz ist schön, so grundsätzlich. Es wäre fast idyllisch gewesen, aber auch nur fast. Es gibt schon fast übertrieben viele Ausgrenzen, hineinragende Bäume und lauernde Bunker, die ihre Grüns effektiv verteidigen. Dazu viel Wasser. Wasserhindernisse sind ja so eine Sache. In Privat- oder Proberunden tun sie so harmlos, im Ligaspiel zeigen sie ihre Zähne. Ein klitzekleiner Miss in der Richtung, und schwupps ist nicht nur die Murmel weg, sondern auch der gute Score auf der Bahn. Klar im Vorteil war, wer einfach gerade spielen kann, gerüchteweise ist Golf ein Zielsport… Anholt ist eben eng.
Eng waren auch die Ergebnisse, angesehen von den Strebern des Clubs aus Coesfeld, die mit Abstand verdient Erste wurden. Zweite wurde der GC aus Haag, nur fünf Schläge vor den nachfolgenden Teams.
Die nachfolgenden vier Clubs lagen im Gesamtergebnis nur drei (!) Schläge auseinander, unglaublich! So wurde der Weselerwald Tagesdritter mit 477 gewerteten Schlägen, Vierte unser direkter Abstiegskonkurrenz Anholt mit 478 Schlägen. Die Damen aus Mülheim waren mit 480 Schlägen gleich mit uns, haben aber im Stechen gewonnen. Die rote Laterne ging leider an uns.
Ja, knapp daneben ist auch vorbei. Aber so knapp Letzte zu werden, ist kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen.
Die Gesamtplatzierungen stellen sich aktuell so dar:
Coesfeld 25
Schloss Haag 22
Weselerwald 22
Raffelberg 15
Hünxerwald 12
Wasserburg Anholt 9
Glück und Pech gleichen sich irgendwann immer aus, das Glück dürfte bei unserem anstehenden Heimspiel also gern auf unserer Seite sein. Auch unser Platz hat die eine oder andere Schwierigkeit zu bieten, die unsere Gäste erst einmal bewältigen müssen. Wir haben drei Punkte Vorsprung, die Nuss Klassenerhalt ist zu knacken. Unsere Hünxer Wiesen sind auf unserer Seite, alle tierischen Bewohner haben sich gegen ein kleines Bestechungsgeld angeboten, unsere abdriftenden Bälle unauffällig auf die Fairways steuern…
Und wir haben noch ein Pfund zu bieten: unsere Moral. Wir können Mannschaft und zwar sowas von gut! Silke und Anne sind extra für das Klönen nach der Runde den weiten Weg gefahren, und wie immer haben wir länger als alle anderen gesessen und Spaß gehabt; so geht Mannschaft!
Liebe Grüße Marion